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1. Kongress „Sport und Bildung“ beim KSB Warendorf


Bild oben: Über den gelungenen Sportkongress freuten sich (v.l.n.r.): Landtagsabgeordneter Daniel Hagemeier, Kristina Hegenkötter, Prof. Nils Neuber, KSB-Präsident Ferdi Schmal, stellv. Bürgermeisterin Resi Gerwing, Sportjugendvorsitzender Frank Schott, stellv. Landrat Winfried Kaup.

Schlüsselthemen unserer Gesellschaft unter die Lupe genommen

Der Kreissportbund Warendorf (KSB) und seine Sportjugend haben Mitte Oktober erstmalig einen Kongress mit dem Thema „Sport und Bildung“ am Berufskolleg in Beckum durchgeführt.

Mit dem Thema „Bildung braucht Bewegung“ eröffnete der Sport- und Bildungswissenschaftler Prof. Dr. Nils Neuber von der Universität Münster den Kongress: „Der Zusammenhang von Lernen und Bewegung gilt seit langem als unstrittig. Die Frage ist nur, wie Bewegung sinnvoll in den pädagogischen Alltag integriert werden kann“. Als Beispiel zur individuellen Förderung von Kindern und Jugendlichen durch Bewegung nannte Neuber die Förderung von Jungen in der Kita oder die kreative Bewegungserziehung in der Grundschule.

Workshops und Qualitätszirkel
In drei Praxisworkshop-Phasen erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die verschiedenen aktuellen Themen der Bewegungserziehung. Dazu stellten fachkundige Referenten aus Bünden und Verbänden u.a. das „Ball- & Schläger Kibaz“, Ringen und Raufen, den Umgang mit Aggression oder „Zirkus Inklusiv“ vor. Kristina Hegenkötter von der Sportjugend Warendorf leitete darüber hinaus den Qualitätszirkel der bereits 30 anerkannten Bewegungskindergärten und seiner Kooperationssportvereine im Kreis.

Bildung durch Bewegung in der Kita
Am Qualitätszirkel nahm auch Dieter Lohmann teil. Der 58-jährige Leiter des anerkannten Bewegungskindergartens „Stoppelhopser in Sendenhorst“ hat den Zusammenhang von Bildung und Bewegung verinnerlicht: „Wir sind schon sehr lange anerkannter Bewegungskindergarten und anfangs war es immer ein Problem Eltern klarzumachen, dass wir durch Bewegung Bildung fördern. Dadurch dass sich die Kinder in den verschiedensten Situationen so unterschiedlich bewegen, fördern wir die Bildung der Kinder permanent. Mittlerweile melden die Eltern ihre Kinder bewusst bei uns an, und wenn ich unser Konzept erkläre, sagen viele jüngere Eltern: Ja, das ist uns schon klar, dass Bewegung und Bildung zusammengehören“.

Kooperationspartner Sportverein
Ein positives Fazit zieht Dieter Baumann auch bei der Zusammenarbeit mit dem kinderfreundlichen Kooperationspartner SG Sendenhorst: „ Der Sportverein ist in den letzten Jahren eine ganz wichtige Bereicherung für unsere Arbeit. Er unterstützt uns personell durch die Freiwilligen im Sport beim Schwimmen gehen, beim Kleinkinderturnen und beim Besuch der großen Mehrzweckturnhalle. Ohne diese Kräfte könnten wir das alles nicht machen. Eigentlich leistet die SG Sendenhorst viel mehr für uns, als wir für sie.“

Schlüsselstellen unserer Gesellschaft
Insgesamt hat der Kongress zwei herausragende Schlüsselthemen ausführlich unter die Lupe genommen. Dazu Petra Wrede, Päsidiumsmitglied im KSB Warendorf: „Sport und Bildung sind die Schlüsselstellen unserer Gesellschaft. Dazu bietet der Sport mehrere Zugänge, z.B. die Entwicklung von Haltung oder Einstellungen wie Vertrauen oder Respekt. Unsere Sportvereine aber auch Kindertagesstätten bieten täglich über Bewegung unzählige Bildungsansätze“.

Kinder weiterbilden
Für Frank Schott, den Vorsitzenden der Sportjugend Warendorf war der Bildungskongress des Landesportbundes im November letzten Jahres ein ausschlaggebender Anlass für den Kongress in Beckum: „Wir haben dort die Idee entwickelt, so etwas für unsere Mitgliedsvereine und Kitas im Kreis Warendorf anzubieten. Und aus dieser Idee ist jetzt Wirklichkeit geworden, so dass wir heute hier rund einhundert Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte aus der Schule und Sportvereinsvertreter haben, die sich schlauer machen können, um Kinder weiterzubilden. Und damit sind wir überaus zufrieden“.

Bildungspotential von Sport und Bewegung
Ein attraktiver Kinder- und Jugendsport kann also ein großartiger Bildungsmonitor sein. Viele Sportvereine leisten großartige Bildungsarbeit und helfen junge Menschen für den Sport zu begeistern. „Uns war wichtig dass wir den verschiedenen Teilnehmern aus Kita, Schule und Verein durch den Kongress das Bildungspotential von Sport und Bewegung näher bringen konnten“ erläuterte die Fachkraft NRW bewegt seine KINDER! Kristina Hegenkötter, die den Kongress mit organisierte.



Ulrich Beckmann
Fotos: Sigrid Himmel