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Kitakinder beim Flieger-Kibaz auf dem Flugplatz


Landesweiter Auftakt des Aeroclubs in Hünxe

Endlich war es soweit: Der Aeroclub NRW (Luftsportverband) stellte jetzt offiziell sein neues Flieger-Kibaz auf dem Flugplatz „Schwarze Heide“ vor. Mit dabei rund 100 Kinder aus vier benachbarten Kitas.

Die Kids aus Kirchhellen, Hünxe, Bottrop und Oberhausen waren begeistert. Nina Heidhausen vom Aeroclub NRW hatte zusammen mit Sporthelfern aus Oberhausen und Hünxe und zahlreichen Helfern aus dem Luftsportvereinen Dinslaken, dem Luftfahrt-Verein Bottrop, vom Fliegerclub Gladbeck und Kirchhellen sowie vom Flugsportverein Oberhausen Duisburg 10 interessante Flieger-Kibaz-Stationen aufgebaut. Und natürlich: Die Bewegungsstationen waren speziell auf den Luftsport ausgerichtet und führten die Kinder spielerisch und altersgerecht an die Fliegerei heran. Das Highlight war zweifellos der Segelflugsimulator im Rumpf eines echten alten Segelflugzeugs. Hier konnten die Kinder ihre fliegerischen Fähigkeiten selbst testen und ihr Selbstvertrauen stärken.

Kibaz mit der Welt des Fliegens verbunden
Mit dem Flieger-Kibaz befindet sich der Aeroclub NRW in einer exklusiven Gruppe von NRW-Fachverbänden, die das Kibaz der Sportjugend NRW mit Bewegungsaufgaben aus ihrer jeweiligen Sportart weiterentwickelt haben. Stefan Klett, Präsident des Aeroclubs zu den Beweggründen seines Verbandes: „Wir haben gemerkt, dass wir die Altersklasse für z.B. den Segelflug und den Modellflug noch viel früher als bisher bewerben müssen und haben durch das Programm NRW bewegt seine Kinder das Kibaz mit der Welt des Fliegens verbunden. Und wie sich das hier bei der Auftaktveranstaltung zeigt, war das eine gute Idee. Dabei hoffen wir natürlich, dass wir Kinder und Eltern mit dem Flieger-Kibaz landesweit für den Luftsport begeistern können“.

Sportvereine, Kitas und jetz auch Grundschulen

Dass das Kibaz und seine Variationen landesweit „der Renner sind“, konnte Laura Hantke berichten. Sie ist im Vorstand der Sportjugend NRW für Kinder- und Jugendsportentwicklung zuständig: „Seit nunmehr drei Jahren wird das Kibaz von den Sportvereinen und von den Kitas in NRW sehr gut nachgefragt. Bisher haben rund 41.000 drei- bis sechsjährige Kinder in über 700 Veranstaltungen das Kibaz absolviert. Es ist ein wichtiges und attraktives Produkt für die Sportvereine und für eine bewegungsfreudige Kooperation zwischen Sportvereinen, Kitas und neuerdings auch Grundschulen. Insofern ist das Kibaz auch eine neue Chance, vorschulische Bildung in Verbindung mit Bewegung, Spiel und Sport sichtbar zu machen. Damit unterstützen wir unsere Bünde und Verbände und die Sportvereine in ihrer Funktion als Bildungsakteur und Bildungspartner“.

Spielerisch alles rund ums Fliegen
Sehr interessant für die kindliche Persönlichkeitsentwicklung fand Beate Wolf vom Ev. Familienzentrum Hünxe das Flieger Kibaz: „Ich finde es total gut, dass die Kinder hier spielerisch alles rund ums Fliegen erlernen. Aber auch einzelne Bildungsbereiche werden angesprochen wie Motorik oder die Kooperation“. So ging es beim „Flugzeugschlepp“ darum, gemeinsam im Team zusammenzuarbeiten. Und Merkfähigkeit war bei der Station „Flugzeugmotive wiedererkennen“ gefragt.

Viele Eltern dabei
Zufrieden waren auch die zahlreichen Eltern, die so die Fähigkeiten ihrer Sprösslinge einmal in einer anderen Umgebung beobachten konnten. „Ich kannte das Kibaz noch nicht, aber die Stationen sind kindgerecht und interessant und die Luftsportvereine haben sich hier viel Mühe gegeben. Vor allem, wenn man bedenkt, wie viele junge Leute an den einzelnen Stationen im Einsatz sind. Klasse Sache und alles andere als selbstverständlich“, sagte denn auch ein Vater aus Bottrop-Kirchhellen, der seine Tochter an diesem Nachmittag begleitete. Am Ende der Veranstaltung konnte er sich zusammen mit seiner Tochter über eine Kibaz-Urkunde, ein Bewegungsgeschenk und über eine Bastelanleitung für einen Modellflieger freuen.


Ulrich Beckmann
Fotos: Julian Schapertöns (Kirchhellen Online)