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Trilaterale „Young Leader“ 2017


Spannende Begegnung mit China und Indien

Was finde ich wichtig im Leben? Welche Werte sind mir und den jungen Erwachsenen aus China und Indien wichtig? Mit solchen und vielen weiteren Fragen haben sich „Young Leader“ aus Indien, China und NRW jetzt auseinandergesetzt. Während der Begegnung für „Nachwuchsführungskräfte“ der Sportjugend Ende September in NRW.

Die jungen Menschen im Alter zwischen 18 und 26 Jahren beschäftigten sich während ihres achttägigen Aufenthaltes mit Fragen zur beruflichen Karriere und zur Familienplanung, aber auch mit Zukunftsplänen, Hoffnungen und Ängsten. Während zahlreicher Diskussionsrunden mit gleichaltrigen jungen Erwachsenen aus China und Indien hatten die Teilnehmenden der Young Leader Delegation die Möglichkeit, sich in den verschiedensten Themen, wie Kultur, Politik, Freizeitbeschäftigungen, Geschichte, Medien und Zukunftsplanung auszutauschen.

Besuch im Landtag
Was denken Ausländer über mein Land? Welche Vorurteile bestehen gegenseitig? Wie geht es den Geflüchteten in Deutschland, wie sehen die Deutschen diese Thematik. Und wie wird darüber in Indien und China berichtet? Im Rahmen von Workshops und Besuchen und in persönlichen Gesprächen waren dies weitere Themen. Doch das Highlight der Begegnung für war der Besuch im Landtag mit einem Empfang durch den Landtagspräsidenten André Kuper. Hier hatten die ausländischen Gäste die Gelegenheit, sich persönlich in das offizielle Gästebuch des Landtages einzutragen. Anschließend konnten sie Fragen an die Abgeordneten Franziska Müller-Rech (FDP) und Jens-Peter Nettekoven (CDU) vor allem zur letzten Bundestagswahl stellen. Eine solche Nähe und Offenheit zwischen der Gruppe und den Politikern wäre sowohl in China als auch in Indien nicht möglich gewesen und hat deshalb unsere Gäste tief beeindruckt.

Mal eben Fahrradfahren gelernt
Weitere Höhepunkte waren eine Begegnung mit Greifvögeln (u.a. mit einem Adler, der stolze 7 kg auf die Waage brachte) und eine Fahrradtour vom Sport- und Erlebnisdorf Hinsbeck ins holländische Venlo. Denn die ausländischen Gäste fahren ja nicht alle Tage mit dem Rad über eine europäische Grenze! Wobei manche bis dahin überhaupt noch nie Fahrrad gefahren waren und es dort mal eben gelernt haben. In Amsterdam dann ein anderes Verkehrsmittel: Mit dem Boot erkundeten die jungen Engagierten die typischen Grachten. Und gemeinsame sportliche Aktivitäten wie Schwimmen, Basketball, Volleyball und Fußball (mit Geflüchteten bei der Rheinflanke in Köln) durften natürlich auch nicht fehlen. Eine positive Gruppendynamik erzeugte letztlich auch eine Runde Springen in der AirHop-Trampolinhalle in Düsseldorf.

Positive interkulturelle Erfahrungen
Alle sprachen sehr gut Englisch und waren hoch motiviert bei der Sache. Beste Voraussetzungen für einen intensiven Austausch mit viel Raum für Eigeninitiative. Es ist einmal mehr deutlich geworden, wie unglaublich viel solche positiven interkulturellen Erfahrungen zur persönlichen Entwicklung von jungen Menschen beitragen können! Gerade jetzt, wo Fremdenhass und Rechtsradikalismus wieder stärker werden und jegliche Offenheit für Menschen aus anderen Kulturkreisen verloren zu gehen droht, nimmt die Bedeutung der internationalen Jugendarbeit zu. 2018 wird die „Young Leader“ Begegnung in Indien fortgesetzt.

Seit 2010 ist auch Indien dabei
Im Jahre 2002 fiel der Startschuss für die sehr erfolgreiche und spannende Kooperation zwischen der Sportjugend Nordrhein-Westfalen und CPAFFC („Chinese People´s Association for Friendship with Foreign Countries“). Im Rahmen dieser Kooperation ist u.a. die Young Leader - Austauschmaßnahme für junge Nachwuchs-Führungskräfte entstanden. Seit 2010 nimmt auch die indische Organisation „Friends of China Association“ aus Punjab an dem Austausch teil.

Kontakt: Chantal Jakstadt, Tel. 0203/7381-843, E-Mail: Chantal.Jakstadt@lsb.nrw

Foto: Sportjugend NRW