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Und es hat „boom“ gemacht: Kongress Sport und Bildung in NRW


Die Stimmung topp, das Programm auf dem Punkt, das Interesse überwältigend. Der Kongress „SPORT & BILDUNG IN NRW!“ traf den Nerv der Zeit und setzte ein Ausrufezeichen für die Zusammenarbeit in Bildungspraxis und Bildungspolitik.

Bunte Boomwhackers
Mit sichtlichem Spaß an der Freud` hämmert das Plenum im Congress Center Düsseldorf mit bunten Kunststoffröhren, den „Boomwhackers“, einen Sound in den Saal, der gute Laune machte. Es hat „boom“ gemacht, von einem „Orchester“ aus Übungsleitern und Trainern, Lehr- und Fachkräften, Erziehern, Sozialpädagogen, Bildungsplanern aus den Kommunen und Wissenschaftlern. In einer „Sinfonie“, in der erstmals alle Zielgruppen in NRW zusammentrafen, die sich in der Kinder- bzw. Jugendarbeit im Sport engagieren.

Ganzheitliches Bildungsverständnis
Für die Beteiligten war klar: Sport ist Bildungsmotor für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und muss in den Bildungslandschaften den gebührenden Platz finden. Oder wie es eine Teilnehmerin formulierte: „Wir brauchen ein selbstverständliches Miteinander über alle Institutionen hinweg. Mit einem ganzheitlichen Bildungsverständnis!“

Multiprofessionelle Teams und Netzwerke bilden
Wie das funktionieren kann, zeigten nicht nur viele Praxisbeispiele während des Kongresses, sondern auch das Forum „Bewegte Bildung gemeinsam gestalten!“. Es befasste sich damit, wie gezielt „multiprofessionelle Teams“ und Netzwerke unterschiedlicher Partner entstehen können. Prof. Dr. Astrid Krus von der Hochschule Niederrhein stellte dazu einen detaillierten „Fahrplan“. So gelte es zum Beispiel von Anfang an, „ein Bewusstsein für das gemeinsame Anliegen zu entwickeln und Vertrauen zu schaffen“.

Sport ist beliebtestes Zusatzangebot im Ganztag
Studien belegen, „dass Sport das beliebteste Zusatzangebot im Ganztag darstellt. Sportvereine sind die häufigsten Kooperationspartner“, wie Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Direktor des Deutschen Jugendinstituts in seinem Vortrag ausführte. Er wies darin darauf hin, dass das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen heute großenteils institutionalisiert und pädagogisiert sei. Das bedeutet: Der Sport müsse „aktiv in die Gestaltung des Alltags von Bildungsinstitutionen eingreifen.“

Jogging ist die beste Form des Gehirntrainings
Dass Sport und Bewegung auch auf die „Bildung“ von Nervenzellen im Gehirn Einfluss hat, belegte sehr unterhaltsam der Hirnforscher Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer:“ Jogging ist die beste Form des Gehirntrainings, weil Sport die Nervenzellen schneller wachsen lässt“. Da das Gehirn gerade in jungen Jahren besonders lernfähig ist, sei es schon besser mit einem Stift zu schreiben, als die Tastatur eines Laptops zu bedienen.


Den vollständigen Artikel "Und es hat „boom“ gemacht!" von Michael Stephan lesen Sie in der nächsten Ausgabe der „Wir im Sport“.

Fotos: Andrea Bowinkelmann