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Dsj-Zukunftspreis: Zwei vorbildliche Projekte aus NRW

| Allgemein (Sportjugend)
Kinder und Jugendliche bei Rugby Event

Dsj-Zukunftspreis: zwei vorbildliche Projekte aus NRW

Die Deutsche Sportjugend hat ihren Zukunftspreis 2019 verliehen. In diesem Jahr standen Vereine im Mittelpunkt, die Kindern mit erschwerten Zugangsbedingungen einen Weg zum Sport ermöglichen. In Nordrhein-Westfalen haben es gleich zwei Vereine mit vorbildlichen Projekten unter die Top 4 geschafft.

Die kleine Nimat schnappt sich den weiß-blauen Rugbyball und läuft los. In den Händen des Mädchens wirkt der Ball viel zu groß. Nimat aber hält ihn gekonnt fest und wirft ihn zu ihrem Teampartner. Seit zwei Jahren schon spielt die Sechsjährige mit dem schwarzen Zopf bei „Rugby United“, einem Projekt, das zum Rugby Sport Verein Köln gehört. Immer dienstags trifft sie hier auf eine Gruppe von Kindern zwischen sechs und 12 Jahren. Das Besondere: das Training richtet sich speziell an geflüchtete Kinder und Jugendliche.

RugbyUnited
„Die Jungen und Mädchen kommen aus den unterschiedlichsten Ländern, wie Nigeria, Afghanistan oder Syrien“, sagt Johanna Metternich, eine der Trainerinnen. Sie hat gemeinsam mit zwei anderen Rugbyspielerinnen das Projekt 2016 ins Leben gerufen. „Wir wollten während des Jahres 2015 Hilfe anbieten. So entstand das Konzept zu RugbyUnited.“ Als der Rugbyverein, der sich bereits 1951 gegründet hat, seine Unterstützung bekannt gab, war der Weg frei für das erste Training.

Schlachtruf und los gehts
Für Nimat und ihre Teamkameraden beginnt der Spaß schon vor dem Training: Mit einem Kleinbus werden sie an ihrer Flüchtlingsunterkunft zum Training abgeholt. Die meisten Familien haben sonst keine Möglichkeit, ihre Kinder zum Sportpark zu fahren. Vor Ort bekommen die Jungen und Mädchen, wenn nötig, geliehene Sportkleidung. Und dann kann es losgehen. Unbedingt notwendig ist der Schlachtruf zu Beginn: „Rugby United“ schallt es laut durch den Rugbypark. Da für alle Rugby ein bislang unbekannter Sport ist, ist das Training spielerisch aufgebaut.

Den gesamten Artikel „Bewegte Lebensfreude“ von Eva Bernarding lesen Sie in der nächsten „Wir im Sport“.
 


Foto: RSV Köln
 

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