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Gut vernetzt im KreisSportBund Viersen

| Allgemein (Sportjugend)

Vier Kitas im Kreis Viersen sind seit 20 Jahren „Anerkannter Bewegungskindergarten“

In einer digitalen Feierstunde ausgezeichnet wurden jetzt gleich vier „Anerkannte Bewegungskindergärten“(ABK) mit ihren kooperierenden Sportvereinen im Kreissportbund Viersen. Von Jens Wortmann, dem Vizepräsident Sportjugend des Landessportbundes und von Angelika Feller, der Vorsitzenden des KreisSportBund Viersen erhielten alle acht „Jubilare“ Urkunden, spezielle Fußmatten und viel Wertschätzung für ihre 20- jährige erfolgreiche Zusammenarbeit.

Die Erfolgsgeschichte mit 32 anerkannten Bewegungskindergärten und kinderfreundlichen Sportvereinen im KSB Viersen lebt natürlich von dem Engagement aller Beteiligten. Dies hob auch Jens Wortmann beim seinem Grußwort hervor: „Ich freue mich, dass sich die Bewegungskindergärten im Kreis Viersen jetzt schon seit 20 Jahren auf dem Weg machen, Kindern und Jugendlichen in ihrem Alltag durch Bewegung, Spiel und Sport auch ermöglicht, Persönlichkeitsentwicklung, Wohlbefinden und Prävention im weitesten Sinne für ein gutes und bewegtes Leben erfahren zu können. Ich würde mich freuen, wenn sie auch weiterhin ambitioniert Kindern Bewegungsfreude vermitteln und so die Grundlage für ein lange bewegtes Leben legen.“

Viele Bewegungsmöglichkeiten weggefallen
Angelika Feller, die Vorsitzende des KreisSportBund Viersen, betonte, dass das Thema „Bewegung“ in den letzten 20 Jahren nicht an Aktualität verloren hat: „Ganz im Gegenteil: In einem Alltag, der mittlerweile sehr vom Medienkonsum geprägt ist, ist es wichtig, genug Ausgleich zu schaffen. Die Corona-Pandemie hat unseren Alltag zusätzlich durcheinandergewirbelt. Durch die Beschränkungen fallen viele Veranstaltungen aus, viele Bewegungsmöglichkeiten für unsere Kinder sind durch geschlossene Spielplätze und ausfallende Sportangebote schlicht weggefallen. Das gesamte Grußwort von Angelika Feller lesen Sie hier.

32 ABK im Kreis Viersen
Der Landrat des Kreises Viersen, Dr. Andreas Coenen, beglückwünschte die über 50 teilnehmenden Erzieher*innen aus den Bewegungskindergärten und die Mitarbeiter*innen aus den Sportvereinen in einer eingespielten Videobotschaft: „Dass wir im Kreis Viersen mittlerweile 32 solcher Einrichtungen haben, macht mich ebenfalls stolz. Es zeigt, dass uns als Gesellschaft die Kinder am Herzen liegen und dass wir Erwachsene gemeinsam, produktiv und vor allem erfolgreich an einem gemeinsamen Ziel arbeiten. Das gesamte Grußwort von Dr. Andreas Coenen lesenSie hier.

„Netz der Möglichkeiten“
Professorin Astrid Krus von der Hochschule Niederrhein referierte in ihrem Fachvortrag über ein „Netz der Möglichkeiten“, um Kinder nicht nur beim bewegten Aufwachsen zu unterstützen. Neben der Bedeutung der „Vernetzung“ als Unterstützungshilfe ging sie vor allem auf die psychische Gesundheit von Kindern während der Corona-Pandemie ein: „Maßgebliche Studien besagen, dass die seelische Belastung von Kindern durch die Pandemie weiterhin sehr hoch ist und sie vermehrt unter Ängsten, depressiven Symptomen und psychosomatischen Beschwerden leiden“.

Präsentation der Bewegungskindergärten und ihrer Sportvereine
In einer PowerPoint-Präsentation stellten sich die vier „Anerkannten Bewegungskindergärten“ und ihre kooperierenden „Kinderfreundlichen Sportvereine“ vor:
Städt. Kindertageseinrichtung Mullewapp (Tönisvorst) mit der Turnerschaft St. Tönis e.V.
Kindergarten Kunterbunt e.V. mit Tura Brüggen 1923 e.V.
Familienzentrum DRK-Inkita Kaldenkirchen mit dem TSV Kaldenkirchen 1885/07 e.V.
Eltern-Kind-Gruppe SIMSALABIM e.V. mit dem SV Schwarz-Weiß 1926 Elmpt e.V.

Seit 2012 „Pluspunkt Ernährung“
Ute Bauckhage, damals wie heute Leiterin des Familienzentrums „SIMSALABIM“ in Niederkrüchten, kann sich noch gut an die Zeit erinnern, als es darum ging, die Qualitätskriterien für einen anerkannten Bewegungskindergarten zu erfüllen: „Da wir schon immer auch mit Kindern mit Behinderung gearbeitet haben, haben wir natürlich den Schwerpunkt unseres Konzeptes auf Bewegungsförderung und Wahrnehmungsförderung gelegt. Und dann haben wir in Schwarz-Weiß Elmpt auch sofort einen Sportverein gefunden, bei dem wir durch unsere schon bestehende Zusammenarbeit offene Türen eingerannt haben. Schwieriger war es, den Eltern die Bedeutung von Bewegungserziehung klar zu machen. Jetzt bringen Eltern ihre Kinder bewusst in unseren Bewegungskindergarten, auch weil wir seit 2012 den Pluspunkt für eine gesunde Ernährung haben“.

„Wichtig, gut vernetzt zu sein“
Für Dagmar Liebig, der Vorsitzenden des SV Schwarz-Weiß Elmpt, war unter anderem eine abgeschlossene Ausbildung „Kinder mit mangelnden Bewegungserfahrungen“ die Motivation, mit einem Kindergarten zusammen zu arbeiten: „Ich fragte mich damals, was ich mit der Ausbildung anfangen könnte, und da passte die Idee gut, Kooperationspartner eines Bewegungskindergartens zu werden. Außerdem wollte der Verein auch mehr und mehr Eltern mit ihren Kindern in Bewegung bringen. Und in der Zusammenarbeit mit dem Bewegungskindergarten haben wir natürlich auch viel von den ausgebildeten Erzieherinnen gelernt und uns ausgetauscht. Wir konnten vielleicht am Anfang besser mit den Großaufbauten umgehen und haben von den Erzieherinnen erfahren, was man alles mit Kleinmaterialien anfangen kann. Da war sehr viel Potential vorhanden und es war immer ein Geben und Nehmen. Für uns als Sportverein war es immer wichtig, gut vernetzt zu sein mit Kindergarten, Schule Gemeinde und Eltern“.

  • Anerkannter Bewegungskindergarten des Landessportbundes NRW

Text und Collage: Ulrich Beckmann

 

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