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Bedeutung des Zusammenspiels von Bildung und Bewegung

| Allgemein (Sportjugend)

Siebte Dortmunder Fachtagung für pädagogische Fachkräfte aus Schule, Kita und Sport

Mitte Mai trafen sich rund 280 Fachkräfte aus den Bereichen Schule, Kita und Sport in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle zum bereits 7. Fachtag „Bildung braucht Bewegung“.

Ziel der Veranstaltergemeinschaft aus StadtSportBund Dortmund und dem Fachbereich Schule der Stadt Dortmund war es wie immer, die kommunale Bedeutung des Zusammenspiels von Bildung und Bewegung hervorzuheben. Dabei wurde den Teilnehmenden vielseitige Möglichkeit geboten, Informationen und Anregungen zum Thema Bewegungs-, Gesundheits- und Lernförderung im Kleinkind-, Kindes- und Jugendalter zu erhalten. Dazu gehörte auch der fachliche Austausch mit möglichen lokalen Kooperationspartner*innen und anderen Teilnehmer*innen sowie das Kennenlernen von neuen Entwicklungen in den Bereichen Diagnostik, Prävention, Intervention und Qualifizierung.

Perspektiven für den Kinder- und Jugendsport
Den thematischen Einstieg gab Prof. Dr. Nils Neuber von der Universität Münster mit einem Impulsreferat zum Thema „Freude an Bewegung und Sport früh verankern – Perspektiven für den Kinder- und Jugendsport“. Darin diskutierte er mit den Teilnehmenden vor dem Hintergrund aktueller sozialer und politischer Veränderungen Perspektiven für den Kinder- und Jugendsport.

„Sport und Bewegung für alle“
Anschließend tauschten sich Vertretungen der verschiedenen Bildungspartner in einem Dialog aus. Uta Doyscher-Lutz (Schulamt für die Stadt Dortmund), Andrea Dennissen (FABIDO), Laura Hantke (Sportjugend NRW), Nils Neuber (Universität Münster), Mathias Grasediek (StadtSportBund Dortmund) und Dennis Neumann (Fachbereich Schule der Stadt Dortmund) diskutierten unter dem Titel „Sport und Bewegung für alle“ Themen zum gleichnamigen Bewegungsgipfel des Landes NRW.

„Sport im Bildungsdreieck“
Neben zwei Phasen mit insgesamt 22 unterschiedliche Workshops konnten die Teilnehmenden ein World-Café mit theoretischen und praktischen Anregungen zum Thema besuchen. Vereine, Verbände und Institutionen präsentierten auf dem Markt der Möglichkeiten ihre Maßnahmen und hielten umfangreiches Informationsmaterial bereit.

Stimmen zum Fachtag
Laura Hantke, stellv. Vorsitzende der Sportjugend NRW: „Zum einen durfte ich gleich zwei anerkannte Bewegungskindergärten zusammen mit ihren kooperierenden Sportvereinen für ihre langjährige und gute Zusammenarbeit in der Bewegungsförderung von Kindern auszeichnen. Und zwar den Evangelischen Bewegungskindergarten Eliaskinder in Kooperation mit dem SV Eintracht Dorstfeld für 10 Jahre sowie den Bewegungskindergarten der Elterninitiative Kleyer Sonnenkinder in Kooperation mit dem DJK Oespel Kley TuS 1923 für 15 Jahre. Zum anderen konnte ich in einer Dialogrunde mit verschiedenen Bildungspartnern zum Thema Bildungsdreieck Kita, Schule, Sportverein sprechen. In einem World-Café mit vielen lokalen Bildungsorganisationen fand ein reger Austausch zum Beispiel über das Sporthelferprogramm oder die Übungsleiterausbildung statt. Ich habe sehr engagierte und motivierte Teilnehmende auf dem Fachtag erlebt."

Netzwerk für Bewegungsförderung größer geworden
Iris Peters, langjährige Mitarbeiterin des SSB Dortmund und dort unter anderem verantwortlich für Bewegungskindergärten und das Dortmunder Mini-Sportabzeichen: „Ich glaube, dass dieser Fachtag in den letzten sieben Jahren mit dazu beigetragen hat, dass das Netzwerk für Bewegungsförderung größer geworden ist und wir ein Partner sind, der verlässlich mitgestalten kann. Von Seiten der Sportvereine ist es manchmal schwierig, aber auch die sehen uns mehr als Partner, der mit der Stadt in Kommunikation ist. Dadurch konnten wir in den letzten Jahren viele Fördermittel über die Stadt in den Sport hineinbekommen, wie zum Beispiel die Verlängerung des Schwimmprojektes oder im Bereich Schule und im sozialen Umfeld, wo wir mit dem Spiel- und Sportmobil Gelder bekommen haben, um Personal einzustellen und Kinder und Jugendliche in Bewegung zu bringen.“

Allgemeine und sportartübergreifende Bewegungsangebote
Vanessa Kuhl von der BVB-Fußballakademie: „Wir sind die Fußballschule von Borussia Dortmund, haben aber auch ein Kita- und Grundschulprojekt in Abstimmung mit dem Stadtsportbund und dem Schulamt, wo wir aktuell an 12 Grundschulen und fünf Kitas aktiv sind und dort allgemeine und sportartübergreifende Bewegungsangebote schaffen. Aktuell sind wir mit 35 Stunden pro Woche an den Schulen und Kitas und ab dem nächsten Schuljahr mit 70 Stunden und auch in weiteren Stadteilen aktiv. Wir sind seit dem letzten Jahr auch auf dieser Fachtagung und bieten zwei Workshops an. Für uns ist das hier eine gute Möglichkeit, uns zu präsentieren und uns mit den verschiedenen Akteuren zu vernetzen.“

Ideale Plattform in der Helmut-Körnig-Halle
Lydia Brinkmann, Mitorganisatorin des Fachtags vom SSB Dortmund: „Neben den vielen Workshops, Vorträgen und Informationsständen gelang insbesondere der persönliche Austausch unterschiedlichster Akteur*innen besonders in dem neu geschaffenen World-Café. Die Zusammenarbeit aller Bildungspartner in Dortmund findet auf vielen Wegen bereits erfolgreich statt. Damit wir dem Ziel, die Kinder und Jugendlichen in Dortmund ganzheitlich, effektiv und optimal zu fördern noch näherkommen, braucht es weiterhin diesen intensiven Austausch. Der Fachtag „Bildung braucht Bewegung" gerade hier in der attraktiven Helmut-Körnig-Halle ist eine ideale Plattform dafür und hat alle Teilnehmenden augenscheinlich motiviert und inspiriert."

Text und Fotos: SSB Dortmund / Ulrich Beckmann

 

 

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