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Stipendium für junges Engagement im Sport

| Allgemein (Sportjugend)

Sportjugend NRW fördert jedes Jahr 30 Ehrenamtliche

Die Sportjugend NRW möchte zusammen mit der Staatskanzlei NRW und dem Rheinischen Sparkassen- und Giroverband in die Zukunft von jungen Ehrenamtlichen investieren. Sie fördern jedes Jahr 30 junge Ehrenamtliche mit einem Stipendium für junges Engagement im Sport. Dabei stehen junge Engagierte im Vordergrund, die sich trotz schwieriger Bildungsvoraussetzungen und Lebenssituationen in ihrem Verein, Bund oder Verband ehrenamtlich engagieren. Zur „Halbzeit“ des laufenden Stipendiums stellen wir zwei von Ihnen vor.

Sina Sophie Berning

Eine Reifenpanne ist kein Problem, solange man sich in Gesellschaft einer tüchtigen Begleiterin wie Sina Berning befindet. Sie ist ambitionierte Einradfahrerin und Schlauchwechseln ist eines ihrer leichtesten Übungen. Schon im zarten Alter von sechs Jahren lernte sie beim TV Borghorst 1884 im Kreis Steinfurt das geschickte Fahren auf dem Einrad, wo sie inzwischen sogar als Jugendwartin und Einradtrainerin tätig ist. „Der Sportverein war schon immer mein zweites Wohnzimmer und so rutschte ich irgendwie automatisch in den Vorstand“, so Sina.

Ideen und Denkanstöße
Auch beim Kreissportbund Steinfurt hat die 19-Jährige ihre Finger im Spiel und ist dort im Vorstand der Sportjugend aktiv. Von hier kam dann auch der entscheidende Tipp, sich für das Stipendium zu bewerben. So nimmt Sina nun seit Januar 2022 zusammen mit den anderen Stipendiat*innen an dem Programm teil, das die jungen Menschen für ein Jahr mit monatlich 200 Euro unterstützt und ihnen ein Netzwerk zur Verfügung stellt. „Die finanzielle Unterstützung ist natürlich nicht zu verachten, aber der größte Vorteil des Stipendiums ist das Netzwerk, das ich dort gefunden habe. Der Austausch mit anderen auf Augenhöhe ist Gold wert und ich konnte schon viele Ideen und Denkanstöße für mich und meinen Verein mit nach Haus nehmen“.

Gemeinschaft, Persönlichkeitsentwicklung und Spaß
Nach ihrem Abitur verschlug es Sina zum Wintersemester 2021/2022 ins nahegelegene Münster, um hier an der Westfälischen Wilhelms-Universität Sport und Deutsch für das Lehramt an Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen zu studieren. „Münster ist einfach genial. Nicht nur das Studium an sich. Dank der Nähe zu Borghorst kann ich mich weiterhin für meinen Heimatverein und den Kreisportbund engagieren“, erklärt Sina, „Sport ist für mich Gemeinschaft, Persönlichkeitsentwicklung und Spaß, darauf möchte ich auf gar keinen Fall verzichten“. Das Sport-Gen wurde Sina von ihren Eltern in die Wiege gelegt, die sie schon immer sportlich gefördert haben. So zählt die mehrfache Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften im Einradfahren zu ihren größten sportlichen Erfolgen.


Marcel Schuh

Schon mit 10 Jahren spielte Marcel Basketball und so ist es nicht wenig verwunderlich, dass der Sport nicht nur privat, sondern auch beruflich zukünftig eine große Rolle in seinem Leben spielen soll. Mit 180 cm ist Marcel Schuh zwar kein Riese als Basketballspieler, doch dies tut seiner Begeisterung für den Sport keinen Abbruch. Obwohl der 21-Jährige nicht mehr in der U18 Regionalliga für die Telekom Baskets Bonn spielt, möchte er die B-Lizenz als Trainer erwerben, um später die Kinder und Jugendlichen aus seinem Verein TuS Mondorf zu trainieren. Nach seinem Freiwilligen Sozialen Jahr studiert er nun Sportmanagement am RheinAhrCampus in Remagen.

„Gegenseitig unterstützen und beraten“
Ein attraktives Angebot lockte ihn zum Westdeutschen Basketball-Verband, wo er bis Ende September sein Praxissemester macht und für das Rahmenprogramm der Europameisterschaft zuständig ist. Der gebürtige Bonner weiß als Student, wie wichtig Netzwerke sind. So zögerte Marcel nicht lange und bewarb sich umgehend, als er im letzten Herbst vom „Stipendium für junges Engagement im Sport“ erfuhr. Ebenso wie Sina Berning (s.o.) ist Marcel Schuh seit Januar 2022 Stipendiat und wird für ein Jahr mit monatlich 200 Euro unterstützt: „Mir kommt es gar nicht so sehr auf die finanzielle Unterstützung an. An erster Stelle steht für mich das Netzwerken mit anderen Menschen, die genauso wie ich für den Sport brennen“, erklärt Schuh. „Gemeinsam im Austausch können wir uns gegenseitig unterstützen und beraten. Ebenso das individuelle Coaching und das Qualifizierungsangebot waren Grund für meine Bewerbung“.

Anfang des Jahres fand bereits die Kick-Off-Veranstaltung mit einer Übernachtung im Sport- und Erlebnisdorf Hinsbeck des Landessportbundes NRW statt. Im Stipendienjahr sind drei weitere kollegiale Beratungen unter den Stipendiat*innen inbegriffen. Neben allgemeinen Informationen zum Förderprogramm wurden beim Kick-Off die Grundsteine für zukünftiges Netzwerken gelegt. Marcel Schuh: „Als Basketballspieler bin ich Teamplayer, daher passt das Programm wie die Faust aufs Auge: Sich gegenseitig helfen, auf ein Ziel hin zu arbeiten und gewinnen. Einfach perfekt!“

Sabine Roters/LSB-Redaktion
Fotos: Sportjugend NRW/Privat

 

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