Freiwilligendienste

Die Freiwilligendienste im Sport sind das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und der Bundesfreiwilligendienst (BFD). Die Sportjugend NRW bietet zahlreichen jungen Menschen und Sportbegeisterten die Möglichkeit, sich im NRW-Sport zu engagieren.

Sich freiwillig im Sport engagieren

Der Sportjugend NRW als Träger des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) und des „Freiwilligen Sozialen Jahres im Sport“ (FSJ) stehen 320 Plätze im FSJ und 220 Plätze im BFD zur Verfügung.

Wie bereits in den vergangenen Jahren können Interessierte bereits zum 01.08.2021 ihren Dienst beginnen. In dem „Stellenportal Freiwilligendienste“können sowohl anerkannte Einsatzstellen ihre Stellenangebote als auch Bewerber ihr Profil eintragen und so zueinander finden.

Interessierte Vereine/Bünde/Verbände können sich noch bis zum 31.03.2021 als Einsatzstelle anerkennen lassen.

Ein Freiwilligendienst ist ein Bildungs- und Orientierungsjahr mit den Zielen, freiwilliges gesellschaftliches Engagement zu fördern und einen Einblicke in die Berufsfelder von Sportvereinen, -bünden und -verbänden zu vermitteln bzw. als Freiwillige*r einen Einblick zu erhalten. Die klassischen Einsatzfelder sind dabei so vielfältig, wie der Sport selbst:

•    Training, Betreuung und außersportliche Jugendarbeit
•    Organisation und Verwaltung im Sport
•    Bewegung, Spiel und Sport in der Offenen Ganztagsschule
•    Integration und Inklusion im Sport
•    Gesundheit im Sport
•    Wettkampf und Leistungssport
•    Sport der Älteren – nur im BFD möglich.
•    Sporträume und Umwelt – nur im BFD möglich.

 

Ansprechpartner

Team Freiwilligendienste
Tel. 0203 7381-883
»E-Mail schreiben

 

Wo kann ich einen Freiwilligendienst absolvieren?
Einen Freiwilligendienst kann man grundsätzlich in allen Sportvereinen und Mitgliedsorganisationen (Kreis- und Stadtsportbünde, Fachverbände) des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen e.V. absolvieren, die anerkannte Einsatzstellen sind. Eine Liste mit entsprechenden Kontaktdaten ist im Online-Stellenportal  zu finden. Es besteht auch jederzeit die Möglichkeit, dass dein Heimatsportverein sich anerkennen lässt.


Was ist der Unterschied zwischen einem Freiwilligen Sozialen Jahr und einem Bundesfreiwilligendienst?
Die Hauptunterschiede liegen im Alter und den Tätigkeiten. Ein FSJ kann man nur bis zu einem Alter von 26 Jahren absolvieren. Dabei ist der*die Freiwillige hauptsächlich in der Kinder- und Jugendarbeit tätig. Beim BFD spielt das Alter keine Rolle. Haustechnische und Platzwart unterstützende Tätigkeiten sind nur im BFD möglich.


Welche Arbeitszeiten habe ich?
Im FSJ und BFD sind verpflichtend 39 Stunden Dienstzeit in der Woche festgelegt, während im BFD ab einem Alter von 27 Jahren auch Teilzeitmodelle von 20,5 oder 30 Stunden pro Woche möglich sind. Die Bereitschaft, abends oder am Wochenende zu arbeiten, sollte vorhanden sein. Maximal darf man sechs Tage in der Woche arbeiten.


Wie hoch ist meine Vergütung?
Man erhält im FSJ und BFD bei einer Vollzeitbeschäftigung von 39 Stunden ein monatliches Taschengeld von 300,00 €. Für ein Teilzeit-BFD gibt es entsprechend weniger Taschengeld.


Wo kann ich mich bewerben?
Die Einsatzstelle vor Ort entscheidet über die Einstellung ihrer Freiwilligendienstleistenden. Über unser Online-Stellenportal kannst du dich bei den Einsatzstellen bewerben. Dort ist auch vermerkt, welche Unterlagen die Einsatzstelle von dir sehen möchte.


Weitere detaillierte Informationen zu den Inhalten und Rahmenbedingungen der Freiwilligendienste im Sport findest du hier:
Handbuch für Freiwillige und Einsatzstellen

 

Was muss ich bei meinem Freiwilligendienst alles beachten?

Viele Informationen rund um deinen Freiwilligendienst findest du in unserer Enzyklopädie, die u. a. von ehemaligen Freiwilligen für dich erstellt wurde! Da der Freiwilligendienst ein Bildungs- und Orientierungsjahr ist, sind insbesondere ein von dir eigenständig durchzuführendes Projekt sowie die Teilnahme an Bildungsseminaren ein elementarer Teil deines Dienstes, um den du dich frühzeitig bemühen solltest. Detaillierte Informationen fidest du in dem Dokument

Wie ist die Organisationsstruktur der Freiwilligendienste im Sport in NRW aufgebaut?
Die Sportjugend NRW ist Träger für das Freiwillige Soziale Jahr und den Bundesfreiwilligendienst im Sport. Sie koordiniert dabei die Vergabe der Plätze und übernimmt die Verwaltung der Freiwilligen (z. B. Auszahlung des Taschengeldes).
Gemeinsam mit ihren Koordinierungsstellen (die Jugenden im KSB Minden-Lübbecke, KSB Paderborn, SSB Bielefeld, Mülheimer Sportbund, Badminton-Landesverband NRW, Fußball-Verband Mittelrhein, Westdeutscher Basketball-Verband) organisiert sie zudem einen Teil der Bildungstage und ist für die pädagogische Begleitung der Freiwilligen verantwortlich.
Die Freiwilligen werden in so genannten Einsatzstellen eingesetzt (Bünde, Verbände und Sportvereine) und durch Anleiter*innen vor Ort betreut.


Wie können wir Einsatzstelle werden?    
Als Einsatzstelle in den Freiwilligendiensten im Sport müssen Sie sich durch die Sportjugend NRW bzw. im BFD durch das Bundesamt anerkennen lassen. Hierzu ist einmalig ein „Antrag auf Anerkennung als Einsatzstelle“ auszufüllen und an die Sportjugend NRW zu senden. Wir empfehlen Ihnen, sich für das Freiwillige Soziale Jahr und den Bundesfreiwilligendienst anerkennen zu lassen, sofern es hinsichtlich der anfallenden Tätigkeiten passt. Den Antrag auf Anerkennung finden Sie im Reiter „Download-Center“.


  • Weitere Informationen erhalten Sie über unseren Einsatzstellen-NAVIGATOR


Viele Informationen rund um den Freiwilligendienst haben wir in unserem Einsatzstellen-NAVIGATOR für Sie zusammengestellt.

Sprechersystem Freiwilligendienste

Ein wichtiges Anliegen der Sportjugend NRW ist es, Partizipation und demokratische Strukturen zu fördern. Seit dem Bildungsjahr 2014 / 2015 setzt die Sportjugend NRW im Bereich der Freiwilligendienste ein Sprecher*innen System in den Seminargruppen um.
In allen Seminargruppen werden zwei Sprecher*innen gewählt.
Die gewählten Sprecher*innen sind somit Sprachrohr für ihre Seminargruppen und Vertreten die Interessen der Gruppe auf Landesebene.

Landessprecher*innen
Im Rahmen der ersten Sprechertagung jedes Bildungsjahres werden drei Landessprecher*innen gewählt, die bei verschiedenen Veranstaltungen die Sportjugend NRW kennenlernen sowie die FSJler*innen und BFDler*innen sportpolitisch vertreten.

Landessprecher*innen:
- Pia Lankes, Sport- und Tagungszentrum Hachen, Landessportbund NRW e.V.
- Luisa Riemann, Athletik-Sport-Verein Köln e. V.
- Lukas Jansen  TTC Tüddern 1983 e. V.

Vertreter*innen:
- Jonas Werkshage, SC Bayer Uerdingen e. V.
- Maren Emmel, Sport- und Erlebnisdorf Hinsbeck, Landessportbund NRW e.V.
- Marie Wingenter, Fußballverband Niederrhein e. V.

Dritte Sprecher*innentagung

Sprecher*innen der Freiwilligendienste im Austausch mit Bielefelder Bundestagabgeordneter

Wenn die Freiwilligendienstleistenden im aktuellen Bildungsjahr eines gelernt haben, dann ist es der Umgang mit Videokonferenzen. Was die Sprecher*innen der Freiwilligendienste noch zusätzlich gelernt haben: Wie vertrete ich (digital) die Interessen der 550 Freiwilligendienstleistenden gegenüber dem Träger, der Zentralstelle und der Politik?

Denn das war das zentrale Thema bei der dritten und letzten Sprecher*innen-Tagung der Freiwilligendienste im Sport in NRW Ende April. Die Sprecher*innen wurden zu Beginn des Bildungsjahres von ihren Seminargruppen gewählt und nahmen engagiert und voller Tatendrang an den Sprecher*innen-Tagungen teil, um an politischen Prozessen und der Entwicklung der Freiwilligendienste mitzuwirken.

Gespräch mit Dr. Wiebke Esdar
Während den vorausgegangenen Tagungen erhielten die Sprecher*innen viele Hintergrundinformationen zu den Freiwilligendiensten, entwickelten Projekte und bereiteten sich auf politische Gespräche bei der dritten Tagung vor. Neben Gesprächen mit Dr. Jaana Eichhorn von der Deutschen Sportjugend und Marc Axel Hornfeck vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stand im Mittelpunkt das Gespräch mit Dr. Wiebke Esdar, Bundestagsabgeordnete der SPD.

Die Bielefelderin würdigte das Engagement der jungen Engagierten, die sie als wichtigen Baustein der Sportvereine und der Gesellschaft sieht. Als passionierte Schwimmerin nahm sie die bittere Erkenntnis auf, dass einige Sprecher*innen ihre Schwimmkurse nicht durchführen können und somit aktuell keinen Kindern das Schwimmen beibringen können.

Die einstündige Diskussion beinhaltete viele sportliche und Freiwilligendienste-spezifische Themen, doch längst nicht alle Punkte konnten ausgetauscht werden. Gut, dass direkt ein Folgetermin anvisiert wurde: Sobald es die Pandemie zulässt, möchte Dr. Wiebke Esdar eine Sprecherin in einer Bielefelder Einsatzstelle besuchen und so auch einen Einblick in die praktische Arbeit der Freiwilligendienstleistenden im Sport erhalten.