Zum Hauptinhalt springen

Bewegungszeiten

Bewegungsangebote ermöglichen – offen und angeleitet

Bewegung ist für die gesunde Entwicklung von Kindern unverzichtbar. Ziel ist es, jedem Kind täglich mindestens 180 Minuten Bewegung zu ermöglichen – sowohl im freien Spiel als auch in angeleiteten Angeboten.

Aus der pädagogischen Praxis ist bekannt, dass sich das Bewegungsverhalten von Kindern deutlich verändert hat. Kinder verbringen heute insgesamt weniger Zeit in Bewegung. Studien zeigen, dass nur etwa ein Viertel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlene tägliche Bewegungszeit erreicht. Um den Folgen von Bewegungsmangel vorzubeugen, empfehlen Fachleute, frühzeitig mit Bewegungsförderung zu beginnen.

Empfehlungen zur täglichen Bewegung

Die Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung fassen zusammen:

  • 0‑ bis 3‑Jährige: möglichst viel Bewegung im Tagesverlauf
  • 4‑ bis 6‑Jährige: mindestens 180 Minuten Bewegung täglich, gerne mehr

Dabei gilt es, die individuellen Voraussetzungen der Kinder zu berücksichtigen. Alter, Geschlecht, Interessen, Bedürfnisse sowie soziale und kulturelle Hintergründe spielen eine wichtige Rolle.

Bewegungsförderung im Kita-Alltag

Bewegungsförderung sollte sowohl im freien Spiel als auch in angeleiteten Angeboten stattfinden. Besonders im Freispiel nimmt Bewegung einen großen Raum ein. Kinder entwickeln dabei eigenständig immer neue Bewegungsideen und -formen.

Angeleitete Bewegungsangebote bieten die Möglichkeit, gezielte Impulse zu setzen, Förderschwerpunkte festzulegen, einzelne Kinder besonders zu unterstützen oder Projekte und Themen aufzugreifen.

Herausforderungen meistern

Das Schaffen von vielfältigen Bewegungsgelegenheiten gehört zu den zentralen Herausforderungen im pädagogischen Alltag. Kinder haben zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Bedürfnisse nach Bewegung oder Ruhe. Aktivitäten wie Rennen, Balancieren oder Toben lassen sich nicht immer problemlos mit konzentrierten Phasen in einem Raum verbinden.

Auch vorhandene Bewegungsräume oder -flure reichen häufig räumlich nicht aus. Pauschale Lösungen gibt es nicht. Gefragt ist das fachliche Gespür der pädagogischen Fachkräfte, um die Signale der Kinder wahrzunehmen und geeignete Bewegungs‑ oder Ruheimpulse zu setzen.